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Zum ersten Mal probiert: Giulio Espresso

Durch Zufall kam ich in den letzten Tagen zu einer Packung Giulio Espresso, die ursprünglich nur als Muster für das Atelier von traditionsWerk gedacht war.

Die Bar-Mischung – bestehend aus Arabica-Bohnen aus Lateinamerika und indischem Robusta – vermittelt schon beim Öffnen ein äusserst intensives Aroma. Laut der Packungsangabe soll der Giulio Epsresso perfekt auf Siebträgermaschinen abgestimmt worden sein. Ob das wirklich so ist, soll der Test zeigen. Mich hat es jedenfalls sehr neugierig gemacht.

Standardmäßig relativ fein gemahlen nahm der Giulio dann auch den Weg aus meiner Mazzer-Kaffeemühle in den Siebträgereinsatz. Nachdem er mittels Klick-Tamper komprimiert und in dem Siebträger eingespannt war, ging es nach Umlegen des Handhebels auch gleich los mit dem Espressobezug. Sofort zeigte sich der hohe Anteil von Robusta-Bohnen: Cremig, ja fast schon sahnig lief der Espresso in die Tasse.

Die Verkostung unmittelbar danach offenbarte dann auch einen kräftigen und lang anhaltenden Geschmack, der mit einer sehr schönen Cremaschicht korrespondierte.

Giulio Espresso Crema - Einfach nur Kaffee

Mein abschließendes Urteil zum Giulio Espresso, der übrigens von der Firma Seeberger in Ulm als schonende Langzeitröstung bereits seit 2011 im Premium-Segment nicht nur vornehmlich für die Gastronomie gedacht ist: Ein typisch rassiger, italienischer Espresso, der seinem Namen alle Ehre macht.

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Mir selbst ist er für den Hausgebrauch jedoch eine Spur zu eindimensional, zu monoton, ohne Akzente. Ich gebe zu, dass mein persönlicher Anspruch an die Kaffees, die ich selbst gern trinke, damit nicht erfüllt wird. Das soll im Umkehrschluss aber nicht bedeuten, dass der Guilio Espresso ein schlechter Kaffee ist. Im professionellen Barbetrieb würde ich ihn aufgrund seines kräftigen und lang anhaltenden Geschmacks zweifelsohne vielen anderen Bar-Mischungen vorziehen.

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