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Bio-Kaffee aus dem Kaufland

Kaffee vom Discounter probiere ich gern ab und an mal, denn schließlich gab es da auch schon das ein oder andere Mal eine geschmacklich positive Überraschung.

Der hier getestete K-Bio Kaffee aus dem Sortiment von Kaufland glänzt auf der Verpackung mit Fairtrade-Logo und dem europäischen Bio-Siegel. Eine kurze Anmerkung dazu: Seit Juli 2010 muss jedes Bio-Produkt dieses Siegel tragen. Für den Verbraucher ist damit auch deutlich erkennbar, dass bei der Herstellung und Kontrolle der Produkte die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung erfüllt wurden.

Woraus besteht der K-Bio Kaffee ? Laut Verpackung werden dafür nur 100% sortenreine Hochlandkaffeebohnen verwendet. Ob der K-Bio Kaffee tatsächlich ein naturmildes und gleichzeitig würziges Aroma besitzt ? Das genau wollte ich herausfinden.

Beim ersten Blick nach dem Öffnen der Verpackung zeigt sich mir ein sehr gleichmäßiges Röstbild bei den Kaffeebohnen. In der Mazzer-Mühle verwende ich bei der ersten Verkostung stets den gleichen Mahlgrad wie bei allen Tests zuvor. Nach dem Mahlvorgang kommt im Siebträger jedenfalls auch gleich ein relativ feines Kaffeepulver an. Soweit so gut.

Die Siebträgermaschine ist seit einer halben Stunde in Betrieb und somit wären das ideale Bedingungen für die Extraktion eines Espresso. Gut 30 Sekunden später ist er fertig: In der Tasse schaut der Espresso gut aus. Für meinen Geschmack jedoch etwas zu wenig Crema und scheinbar auch recht dünn. Doch reicht es aus, um die Oberfläche abzudecken.

Geschmacklich kommt der Bio-K Kaffee dann auch wie versprochen sehr mild daher: Ein wenig farblos und ohne Charakter. Eine sensorische Offenbarung wurde von mir ja auch nicht erwartet.

Mein Fazit: Ja, es ist Kaffee und er schmeckt auch danach. Für den Kaffeeklatsch mit Kuchen oder Keksen ist dieser Kaffee somit durchaus ein annehmbares Beiwerk. Allerdings gibt es genügend interessantere Alternativen, die ich diesem K-Bio Kaffee vorziehen würde.

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Pepes Caffe

Pepes Caffe stammt aus der Kaffeerösterei Minges in Breitgüßbach in der Nähe von Bamberg. Der Kaffee ist auf der 1 kg-Packung als Premium-Produkt klassifiziert. Die Kaffeemischung – was genau darin ist, konnte ich leider nicht herausfinden – verspricht einen würzig intensiven Geschmack.

Ein Espresso, der sich als kräftig kategorisiert und es auch ist. Frisch gemahlen kamen die Kaffeebohnen aus der Mazzer Mühle in den Siebträger. Die Extraktion: langsam und gleichmässig. Die Crema: nicht so dicht und fest, aber schon eine Crema, die sich nach Hinzufügen von Rohrohrzucker wieder schliesst. Leichte Stripes zeugen von einem gut extrahierten Espresso.

Fazit: Für den Preis kann man nichts falsch machen …

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Toskana-Flair von Gullo

Die „Crema di Toscana“ von Gullo Caffé wird als typisch klassische Barmischung im Sinne des typisch italienischen Geschmacks angeboten. Ich wollte es aber genau wissen und habe deshalb diese Mischung mit einem Kilo Kaffeebohnen getestet. Für den Classico Italiano wird eine Auswahl von verschiedenen Arabica- und Robusta-Kaffeebohnen aus Mittel- und Südamerika verwendet. Das genaue Mischungsverhältnis wird von Gullo Café auf der Packung leider nicht angegeben, aber aufgrund des Ergebnisses ist anzunehmen, dass der Robusta-Anteil deutlich überwiegt.

Mein persönlicher Eindruck zum „Crema die Toscana“ nach einigen Bezügen: Mir war der Espresso insgesamt zwar kräftig, aber im Abgang zu dünn und unspektakulär. Auch für eine italienische Barmischung könnte da tatsächlich noch etwas mehr herauskommen, wobei ich sagen muss, dass es in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich nichts zu meckern gibt. Doch in erster Linie geht es mir beim Probieren ja grundsätzlich um den Geschmack und nicht darum, wie teuer das Kilo Kaffee ist.

Eine so intensive und feste Crema ist wirklich selten und nachdem ich mehrere Espressi gezogen hatte, ergab sich immer das gleiche Ergebnis: Crema bis zum Abwinken, so schaumig fest, dass der Zucker unsagbar lang auf der oberen Schicht auflag und im Zeitlupentempo versank. Dazu passte dann auch der kräftige, aber doch leicht harmonische Geschmack in der Tasse. Insgesamt eine Kaffeemischung, die ihrem Namen „Crema di Toscana“ im Hinblick auf das Ergebnis wirklich alle Ehre macht.

Was mir bei den Tests von Barmischungen immer wieder auffällt, ist die Schwierigkeit über einen längeren Zeitraum eine nahezu gleichbleibende – im Idealfall identische – Qualität der Tassenbezüge hin zu bekommen. Dabei habe ich auch vernachlässigt, dass sich der Test / die Verkostung nicht über mehrere Wochen hinzieht und auch keine großen Temperaturschwankungen vorliegen. Intereressant wäre in dem Zusammenhang da sicherlich auch mal ein Vergleich des „Crema di Toscana“ bei unterschiedlichen Jahreszeiten.

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Italien pur: Caffe Piansa

Die Kaffeerösterei Piansa hat ihren Sitz in Bagno a Ripoli (Firenze) und produziert feinste Mischungen. Die „Miscela Classica“ ist eine typische Barmischung bestehend aus 50% Arabica-Bohnen: India Plantation A – Etiopia Sidamo und 50% Robusta-Bohnen: Santos NY 2

Unter Berücksichtigung des sehr feinen Mahlgrades an der Mazzer Mühle und den sommerlichen Temperaturen neigt das frisch gemahlene Kaffeepulver zur Bildung von Klümpchen. Das hatte allerdings keinen Einfluss auf die Qualität in der Tasse.

Insgesamt ein hervorragender Espresso, mit einer verdammt guten Crema mit leichten Tiger-Stripes und einer haselnussbraunen Färbung. So sollte ein italienische Barmischung schmecken – mein Favorit für den Sommer !

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Das Lucaffé in Dillingen

Zufällig bei einem Besuch in Dillingen an der Donau habe ich das Lucaffé entdeckt und bin dort einfach mal hineingestolpert: Das Café mit dem Namen einer italienischen Kaffeerösterei vom Gardasee überraschte mit einer wahren italienischen Design-Schönheit hinter dem Tresen …

Der Kaffee kommt natürlich auch aus Italien und findet sich im Namen des Cafés: Die Kaffeerösterei „Lucaffé Venturelli Gian Luca S.r.l.“ wurde 1996 am Ufer des Gardasees in Padenghe sul Garda von Gian Luca Venturelli gegründet. Im Zuge der stetigen Expansion des Unternehmens wurden im Jahr 2004 die neuen Räumlichkeiten in Carpenedolo (Brescia) bezogen, die sich nur wenige Schritte von der Firma entfernt ist, die ebenfalls von Gian Luca Venturelli geleitet wird und die exklusive Espressomaschinen unter dem Namen La Piccola herstellt und vertreibt.

Nach diesem kleinen Exkurs verlassen wir Italien und kehren zurück ins Lucaffé nach Dillingen in Bayern:

Die Siebträgermaschine bei Lucaffé ist eine La Marzocco FB/80, die in 2007 zum 80. Firmenjubiläum von La Marzocco aufgelegt wurde. Technisch gesehen ist die FB/80 identisch mit der GB/5: gesättigte Brühgruppen, Dual-Boiler-System, ein Vorwärmsystem und ein Heißwasser-Feinmischventil für die genaue Temperatureinstellung von Wasser. Die elektronische Regelung der Brühtemperatur für Espresso ist Standard.

In Kombination mit der Mahlkönig K30 und einer typischen Lucaffé-Barmischung aus 60% Arabica und 40% Robusta macht die La Marzocco FB/80 einen guten Job und bringt ordentlich Crema in die Tassen. Geschmacklich war die Kaffeemischung für mich trotzdem eher im oberen Mittelfeld anzusiedeln, auch was die Intensität der Bohne angeht. Aber hallo, wir reden hier ja auch nicht von Spezialitätenkaffee, sondern von einer Barmischung. Und die ist dafür schon sehr gut und auch zu Hause mit der eigenen Maschine reproduzierbar.

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Salimbene Caffettiera Espresso

Direkt aus dem schönen Neapel stammt diese Kaffeemischung aus Arabica-Bohnen. Daraus wurde dann in der Siebträgermaschine ein Espresso mit einem vollen Körper und einer strukturierten Crema zubereitet. Geschmacklich fiel mir beim Espressobezug vor allem das nussige Aroma auf.

Salimbenes Topröstung Caffettiera verdankt ihren Namen der klassischen neapolitanischen Kaffeekanne, der Caffettiera Napolitana. Wer mit diesem Begriff nichts anfangen kann: Es gibt unzählige Varianten, unter anderem die bekannteste von Bialetti: Moka Express. Eben mit so einer Maschine wurden im Hause Salimbene früher die Proben verkostet und das wurde dann auch als Name für diesen hochwertigen Espressokaffee verwendet.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1933 von Gennaro Salimbene in erster Linie für den Kaffee-Import gegründet. Erst am Ende der 1940er-Jahre startete Salimbene auch mit der Kaffeeröstung und dem Verkauf der eigenen Kaffeemischungen.

Mittlerweile wird Salimbene vom Enkel des Firmengründers geleitet. Carlo Grenci gründete 2001 die Firma ESPRESSO.IT srl, die dann im Jahr 2003 sämtliche Produktionsanlagen der Familie übernahm, um so die Kontinuität der Produktion als auch die Qualität der Marke Salimbene zu gewährleisten.

Laut der Packungsbeschreibung kommen die Rohkaffees für diese Röstung aus Brasilien, Honduras, Indonesien und Uganda. Dabei unterstützt das kräftige Aroma der Arabicas aus Honduras die milde Fülle der Kaffeebohnen aus Brasilien. Hinzu kommen Fruchtnoten und eine beschwingte Leichtigkeit durch die Kaffees aus Uganda. Die unglaubliche Raffinesse der Rezeptur entsteht aber erst durch die fein dosierte Zugabe von indonesischem Kaffee. Das gibt dem Salimbene Caffettiera das gewisse würzige Etwas.

Das Ergebnis ist jedenfalls eine äußerst gelungene Balance zwischen Frucht, Süße, Körper und Cremigkeit und lädt immer wieder zu einer weiteren Tasse ein. Der geringe Koffeingehalt von etwa ca. 2 % und die ausgesprochen gute Bekömmlichkeit kommen einem da sehr gelegen …

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Espresso beim Bäcker ?

Im Kampf um die Gunst der Kaffeekunden wollen auch die Bäckereien nicht zurückstehen und ihre ehemalige Domäne zurückzugewinnen: Denn Kaffee als Produkt beim Bäcker war früher nicht ungewöhnlich, sondern an der Tagesordnung. Gab es damals nur die Kaffeeriesen wie Tchibo und Eduscho, hat sich heutzutage die Angebotsvielfalt auch dort in Form von vielen überregionalen Kaffeeröstereien niedergeschlagen.

In einem Café einer Bäckerei in Landshut in Niederbayern habe ich in den vergangenen Tagen mehrere Espressi getrunken. Das Heißgetränk stammt von einer großen Kaffeerösterei. Unter dem Label „Meister Kaffee“ – einer Exklusivmarke für Bäckereien und Konditoreien – bietet seit 2015 unter dem Namen „Cafe da Lagoa“ einen exklusiven Kaffee aus Brasilien an. Er stammt ausschließlich von der UTZ- und Rainforest-Alliance-zertifizierten Kaffeefarm Fazenda da Lagoa, die bereits 1764 gegründet wurde und seitdem in der brasilianischen Minas Gerais in 1.100 Metern Höhe angebaut wird.

Das Ergebnis in der Tasse hat mich positiv überrascht: Ein Espresso mit mildem und doch kräftigem Geschmack, eine dichte Crema, insgesamt eine sehr harmonische Anmutung, leicht nussig mit Fruchtnoten. Mein Fazit ? Wirklich gelungen, zumal auch das Equipment für die Kaffeezubereitung schon vorab einen recht professionellen Eindruck hinterlassen hat: Zwei große Mühlen und eine elektronisch gesteuerte, dreigruppige Siebträgermaschine. Wenn diese Komnbination anfangs einmal richtig eingestellt ist, entscheidet ja nur noch die Qualität der Kaffeebohnen über das Ergebnis in der Tasse. Besonders gut gefallen hat mir die Kaffeekompetenz der Mitarbeiterin. Es geht also doch. Und die Kunden werden es zu schätzen wissen.

Und so war es dann auch … ein Kaffee aus der Bäckerei, der einige Coffeeshop-Produkte in den Schatten stellt.

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Prämierter Espresso vom Discounter ?

Im Prinzip ist es ein Affront (Beleidigung) hier einen Kaffee vom Discounter zu präsentieren. Nach einigen Überlegungen habe ich mich doch dafür entschieden. Grund war eigentlich die Kennzeichnung der Kaffeeverpackung mit dem DLG-Siegel in Gold und dem „UTZ Certified Kaffee“-Logo.

Es ist meiner Meinung nach wichtig ein wenig aufzuklären, was es mit diesen Qualitätskennzeichnungen auf sich hat. Hält denn der Kaffee vom Discounter geschmacklich, was er vornehmlich anhand der vielen Kennzeichnung verspricht ?

Das DLG-Testzentrum für Lebensmittel in Frankfurt testet jährlich ca. 30.0000 Lebensmittel. Im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfung für Kaffee und Kaffeegetränke wird jedes Produkt nach wissenschaftlichen Qualitätsstandards getestet und ein nach DIN und ISO zertifiziertes Expertengutachten erstellt. Die Experten der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) haben dazu kaffeespezifische Qualitätsparameter definiert und in einem DLG-5-Punkte-Prüfschema® zusammengefasst. Die Testkriterien beinhalten eine produktspezifische sensorische Analyse (Aussehen, Geruch, Geschmack, Ausgewogenheit, Crema) und analytische Prüfmerkmale (Ochratoxin A, Koffein, Feuchte).

Das Siegel „Goldener Preis 2016“ bedeutet, dass die Prüfer bei dem vorliegenden Kaffee keine Mängel gefunden haben, es dokumentiert aber kein herausragendes Produkt, da die höchste Punktzahl bereits für Kaffees vergeben wird, die „keine Abweichung von den Qualitätserwartungen“ aufweisen.

Das „UTZ certified“-Label ist eine Zertifizierung nach ökonomischen, sozialen und ökologischen Standards. Voraussetzung für die Zertifizierung ist die Einhaltung eines Verhaltenskodex durch die Kaffeebauern, der soziale Kriterien festlegt und Anforderungen an die Umweltverträglichkeit und effiziente Bewirtschaftung stellt.

Jetzt aber zu meinem Espresso-Test mit der Siebträgermaschine: Nachdem die Vorgabe für den Mahlgrad auf der Verpackung mit „bitte fein mahlen“ angegeben wurde, habe ich die Kaffeebohnen in der Mazzer-Mühle entsprechend gemahlen.

Das sensorische Urteil: Vom Röstbild her sehr dunkle Bohnen, im Ergebnis sehr kräftig, die Crema schliesst sich nach dem Umrühren. Die Beschreibung auf der Verpackung verspricht eine Espresso-Mischung aus 100% Arabica-Kaffeebohnen nach italienischer Art: kräftig-intensiv, rassig und würzig mit klassischer Crema. Ich kann bestätigen, dass der Espresso sehr kräftig ist, also sehr viele Bitterstoffe enthielt, obwohl keine Überextraktion vorlag.

Fazit: Nicht zu empfehlen. Und bitte schau nicht auf vermeintliche Gütesiegel beim Kaffeekauf. Die Kaffeerösterei in der Nachbarschaft hat mit Sicherheit einen passenden Kaffee für Dich im Angebot.

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Caffé Vergnano Trè+ im Test

Vor einigen Tagen bekam ich eine Expresslieferung von Caffè Vergnano aus Turin in Italien. Beim Anblick des Inhalts – bestehend aus der Kapselmaschine Trè+ und verschiedenen Kaffeesorten in Form von Kaffeekapseln fiel mir als erstes dazu ein: „Sage niemals nie“, denn schließlich habe ich mich bereits 2013 mit der Veröffentlichung meines Kaffeebuches „Einfach nur Kaffee – Der leichte Einstieg in die Kaffewelt“ als vehementer Gegner von Kaffeekapseln geoutet.

Die Haptik und Optik der Maschine ist wirklich einzigartig: Die Seitenwangen sind in Eiche natur gehalten, der Wasserbehälter erstrahlt durch LED-Beleuchtung in dunklem Rauchglas, das Abtropfgitter präsentiert sich in poliertem Edelstahl. Alle Bedienelemente fassen sich sehr wertig an. Nichts klappert oder wackelt bei der Trè+.

Zur besseren Veranschaulichung meiner Beschreibung gibt es dazu das nachfolgende Video:

Der positve Gesamteindruck der Kapselmaschine hat mich auch beeinflusst meine Meinung über die beigefügten und jetzt kompostierbaren Kaffeekapseln erneut zu überprüfen und gegebenenfalls auch zu revidieren.

Bleiben wir noch kurz bei den Kapseln, die wie anfangs schon beschrieben, nun als recyclingfähig angeboten werden. Der Preis für 5 Gramm Kaffeepulver in der kompostierbaren Kaffeekapsel liegt bei ca. 35 Cent, auf das Kilo hochgerechnet sind das tatsächlich stolze 70,- EUR. Doch schliesslich soll man dafür aber auch einen typisch italienischen Bar-Espresso bekommen.

caffe-vergnano-espresso-recycling-kapselmaschine-tre-einfach-nur-kaffee

Doch nun zum eigentlichen Test: Vom Handling her ist die Kapselmaschine einfach zu bedienen. Nach der Befüllung des beleuchteten Wassertanks wird die Maschine auf der Oberseite mittels Kippschalter eingeschaltet. Das Ende der Aufwärmphase, die relativ schnell erreicht ist, zeigt ein weiteres LED-Licht am Auslauf auf der Vorderseite an.

Nun wird der Metalldeckel auf der Oberseite geöffnet, die Kaffeekapsel eingelegt und der Deckel wieder nach unten gedrückt. Ein zweiter Kippschalter aktiviert den Brühvorgang. Sobald genug Kaffee aus der Kapsel extrahiert wurde, muss der Kaffeebezug manuell abgeschaltet werden.

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Der optische Eindruck beim ersten Bezug in ein Shotglas war sehr imposant. Es zeigte sich ein extrem dicke Cremaschicht und darunter tiefschwarzer Espresso. Der Genuss offenbarte dann doch gewisse Unzulänglichkeiten im Vergleich zum Siebträger-Espresso. Trotz der verführerischen Crema ergab sich für mich kein adäquater Bar-Espresso aus der Cremoso-Kaffeekapsel. Den direkte Vergleich mit Vergnano-Espresso aus dem Siebträger gibt es im Beitrag „Espresso in Eis“ nachzulesen.

Mein Fazit: Es gibt keine geschmacklich vergleichbare Alternative zu einem gut gemachten Espresso aus einer Siebträgermaschine. Auch durch die Verwendung der kompostierbaren Kaffeekapseln in der hochwertigen Kapselmaschine Trè+ von Caffè Vergnano kann das Ergebnis aus der Kapsel geschmacklich nicht mithalten.

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Mokaflor im Test

Wer denkt bei Espresso nicht automatisch an typisch italienisches Flair ? Da ist es auch naheliegend typisch italienische Kaffeemischungen für Espresso zu testen. Doch was ist dabei typisch ? Im Grunde genommen werden in den meisten Espressobars Mischungen aus Robusta und Arabica ausgeschenkt – das Mischungsverhältnis variiert und wird auch nicht immer explizit angegeben.

Mokaflor Packung Espresso - Einfach nur Kaffee

Mokaflor, eine private Kaffeerösterei aus Florenz wurde im Jahr 1950 von Vasco Bernini als „Torrefazione Mokaflor S.r.l.“ gegründet und eroberte von da an als Röstkaffee-Lieferant die italienischen Kaffeebars. Nach dem Tod von Vasco Bernini im Jahr 1972 übernahmen seine Söhne Andrea und Renzo Bernini die Geschäftsleitung.

Mokaflor bietet innerhalb der Mokaflor-Produktlinie vier verschiedene Bar-Mischungen an: Rosso, Blu, Nera und Oro. Zusätzlich gibt es noch die Chiaroscuro-Linie, in der sich sortenreine Kaffees aus aller Welt wiederfinden.

Wir haben uns heute für den Mokaflor Rosso mit 60% Arabica- und 40% Robusta-Anteil entschieden. Diese Kaffeemischung zeigt sich dabei als ausgeglichene Verbindung zwischen dem feinen Geschmack und intensiven Aroma der verwendeten Arabica-Sorten aus Zentralamerika, gemischt mit dem intensiven Körper des brasilianischen Santos-Kaffees und garniert mit der typischen Crema von indischem Robusta-Kaffee.

Übrigens werden bei „Mokaflor“ alle Kaffees für die Kaffeemischungen sortenrein geröstet und erst nach dem Rösten und anschließendem Ausgasungsprozess (das beim Röstvorgang entstandene Kohlendioxid kann dann in der Ruhephase entweichen) in den entsprechenden Verhältnissen zusammengemischt.

Mokaflor Espresso - Einfach nur Kaffee

Nach diesem kleinen Exkurs geht es hier weiter mit der Verkostung des Mokaflor Rosso: Das Ergebnis in der Tasse stellt sich als sehr gehaltvoll, cremig und vollmundig heraus. Dabei punktet der Mokaflor Rosso in unserem Test als hochwertiger italienischer Bar-Kaffee mit diesen angenehmen Charaktereigenschaften. Meine Empfehlung als hervorragende Barmischung für Liebhaber des typisch italienischen Geschmacks.

Mokaflor Espresso Crema - Einfach nur Kaffee