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Bessere Ergebnisse ?

Aufbauend auf die Hinweise für Anfänger kommen hier noch ein paar weitere Tipps für einen guten Espresso in der Tasse:

1. Auf jeden Fall die Tassen vorwärmen !

Genau wie die Siebträgermaschine vor dem ersten Kaffeebezug gut 15 – 20 Minuten vorab angeschaltet wird, sollten auch die Espressotassen unbedingt vorgewärmt werden. Dafür gibt es zwei Methoden: Entweder werden die Tassen vor dem Bezug heiss ausgespült oder du stellst sie einfach auf die Ablagefläche der Siebträgermaschine. Dabei sollten die Tassen allerdings nicht verkehrt herum stehen, da dann nur der obere Rand der Tassen erwärmt wird. Eine Kombination aus beiden Methoden ist natürlich noch besser. Das Ergebnis: Der Espresso kann nicht so stark abkühlen und das Aroma bleibt auch nach dem Kaffeebezug in der Tasse länger erhalten.

2. Unbedingt das Kaffeepulver dosieren !

Neben dem richtigen Mahlgrad kommt es auch auf die richtige Dosierung des Kaffeemehls an. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, um immer annähernd die gleiche Menge in den Siebträger zu bekommen: Entweder wiegst du das Kaffeepulver ab oder du füllst den Siebträgereinsatz immer bis zur gleichen Höhe auf und streichst dann das überschüssige Pulver ab. Achte bitte darauf, dass du einen guten halben Zentimeter Platz lässt, damit sich der Siebträger auch gut an der Maschine einspannen lässt. Nach ein paar Bezügen kommt auch die Routine.

3. Dringend für den nötigen Druck sorgen !

Ordentlich Druck machen hilft ungemein. Dabei ist hier der Wasserdruck gemeint, der durch die elektrische Pumpe erzeugt wird. Um die 9 bar sollten es bei eine Rotationspumpe sein, das gilt als optimal. Ist in deiner Siebträgermaschine eine Vibrationspumpe verbaut, dann dürfen es auch gern 10 – 11 bar sein. Eine exakte Ablesung des Drucks an der Maschine sagt übrigens nicht unbedingt etwas über den exakten herrschenden Druck direkt vor dem Siebträgereinsatz aus, da der Druck meist im Wasserboiler gemessen wird.

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Antiquarisches

Im meinem kleinen Archiv habe ich ein interessantes Buch wiederentdeckt: „Soll und Haben“ von Gustav Freytag, zum ersten Mal erschienen 1855 und angeblich einer der meistgelesenen Romane im 19. Jahrhundert. Ich habe ihn bisher nicht gelesen, interessant war er für mich nur, da er zum 60-jährigen Jubiläum von Ronning Kaffee im Jahre 1954 eine Widmung von Otto Ronning – dem Sohn des Firmengründers – enthielt und als Sonderausgabe wieder aufgelegt wurde.

Carl Ronning hat übrigens nach der Firmengrünung 1894 erstmals abgepackten Kaffee verkauft. Die Kaffeebohnen importierte er anfangs, später bezog er sie von seinen eigenen Kaffeplantagen in Ostafrika.

Mittlerweile ist das schon wieder mehr als 60 Jahre her und die Carl Ronning Kaffeerösterei in Bremen gibt es seit 1966 leider nicht mehr, auch sie wurde – wie VOX-Kaffee – von Melitta übernommen. Weitere historische Fakten rund um Kaffee findest du natürlich auch hier: Einfach nur Kaffee

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Kaffeewissen

Welt des Kaffees Einfach nur Kaffee

Bei diesem Quizspiel von HUCH! & Friends aus dem Jahr 2009 dreht sich wirklich alles um Kaffee. Die zwei bis fünf Mitspieler erfahren hier alles, was sie schon immer über Kaffee wissen wollten und sich bisher nie getraut haben zu fragen.

Sowohl der Spielplan als auch die aus Holz gefertigten Kaffeesäcke und Spielchips zeigen sich dabei in kaffeeähnlichen Beige- und Brauntönen und vermitteln einen wertigen Eindruck beim Auspacken. Die 220 Fragen geben Einsteigern einen guten Überblick über die Welt des Kaffees, wobei die Antworten nicht unbedingt einfach zu erraten sind, da die Antwortmöglichkeiten weit über das Allgemeinwissen hinausgehen.

Welt des Kaffees Detail Einfach nur Kaffee

Die Spieldauer variiert je nach Anzahl der verwendeten Fragen. Als Anhaltspunkt sind gut 45 Minuten für insgesamt 12 Fragen aus dem Stapel angegeben. Damit lässt sich mit allen 220 Fragen durchaus ein sehr langer Spieleabend realisieren.

Inwieweit das Spiel die Mitspieler ohne jegliches Vorwissen zum Thema „Kaffee“ auch nach mehr als einer Stunde noch zu fesseln vermag, kann ich nicht beantworten. Ich würde das aber eher ausschließen. Für diejenigen, die sich über das Spiel hinaus doch intensiver mit Kaffee beschäftigen möchten oder einfach mehr über Kaffee und dessen Zubereitungsarten erfahren wollen, sollten dann doch eher zur klassischen Wissensvermittlung in Form eines Buches greifen. An dieser Stelle gibt es dann einen kurzen Werbeblock für mein eigenes Buch: Das Taschenbuch von Thomas Born mit dem Titel „Einfach nur Kaffee“ kannst du beispielsweise bei Amazon online bestellen.

„Einfach nur Kaffee“ gibt es übrigens auch als ebook bei Hugendubel – Die Welt der Bücher, in der Buchhandlung OSIANDER, in der Mayersche Buchhandlung und bei weltbild.de. Und natürlich auch bei Buch.de, ebook.de, thalia.de, bücher.de und bei Amazon.de

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Wieso eigentlich ?

Es gibt tatsächlich unzählige Bücher, Anleitungen und Abhandlungen über Kaffee, zu den Zubereitungsarten und einfach zu allem was auch nur näherungsweise mit Kaffee zu tun hat. Damit stellt sich natürlich die berechtigte Frage, warum ausgerechnet ich jetzt noch ein weiteres Buch darüber schreiben wollte.

Vielleicht vor allem, weil es mir in der Vergangenheit viel Freude bereitet hat mein Wissen „live“ und praxisnah an Freunde und Bekannte zu vermitteln, sei es in Form von zubereitetem Espresso aus der Siebträgermaschine, türkischem Mokka aus der Ibrik oder auch frisch aufgebrühtem Kaffee aus dem Vakuum-Kaffeebereiter. Schließlich sollten meine Anmerkungen ja nie als Vortrag oder praxisorientieren Workshop aufgefasst werden. Nein, ich sehe es eigentlich mehr als Lobbyarbeit für Kaffeeliebhaber.

Verständlicherweise ist es für Menschen, die erstmalig mit Kaffee intensiver in Kontakt kommen, äußerst schwierig bei so vielen Informationen den Überblick zu behalten. Doch wenn sie dazu Kaffee riechen, Kaffee schmecken und gleichzeitig die Basics über Kaffee mitbekommen, dann reicht das doch erst einmal für den Anfang, oder?

Mein Wunsch ist es jedoch, dass noch ein größerer Kreis von Liebhabern des guten Geschmacks auch in den Genuss dieses Wissens kommen sollte. Das geht dann doch nicht mehr im Rahmen von persönlichen Einweisungen und Mini-Seminaren. Und genau aus diesem Grund habe ich vor gut zwei Jahren angefangen verschiedene Informationen zum Thema Kaffee aus meinem Erfahrungsschatz für dieses Buch niederzuschreiben.

Aus den vielen Anmerkungen und Gedanken, die ich in den letzten Monaten in mein Notizbuch eingetragen habe, sind die Inhalte für „Einfach nur Kaffee“ entstanden.

Sehr wichtig ist mir dabei gewesen auch den interessierten Lesern aufzuzeigen, dass gar nicht so viel dazugehört, um eine ordentliche Tasse Kaffee von teilweise wirklich ungenießbarer Massenware zu unterscheiden und so etwas auch zu Hause selbst herzustellen.

Dabei möchte ich hier nicht missionieren, sondern einfach nur versuchen die Faszination von Kaffee weiterzugeben und ich hoffe sehr, dass mir das mit diesem Buch gelingt. Den Anspruch dabei die „eierlegende Wollmilchsau“ unter den Kaffeebüchern zu veröffentlichen, war und ist allerdings auch nicht meine Intention. Es gibt schon so einiges an fundierter Fachliteratur, auf das auch ich bei den Recherchen zu diesem Buch immer wieder gern zurückgegriffen habe.

Doch nun zum Inhalt, der sich in vier wesentliche Teile untergliedert: Im ersten Teil erfährst Du zuerst einiges über die verschiedenen Zubereitungsarten, vom Filterkaffee über Mokka bis hin zum Espresso. Der zweite Teil beschäftigt sich dann detailliert mit den unterschiedlichen Komponenten, die für die Kaffeezubereitung relevant sind. Im dritten Teil habe ich versucht einige der geläufigen Kaffee-Mythen aufzulösen. Im vierten Teil geht es unter anderem darum, das Geschäft rund um die Kaffeebohne vor allem auch einmal mit kritischem Blick zu betrachten.

… lesen Sie mehr in: Einfach nur Kaffee – Der leichte Einstieg in die Kaffeewelt von Thomas Born