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Italien pur: Caffe Piansa

Die Kaffeerösterei Piansa hat ihren Sitz in Bagno a Ripoli (Firenze) und produziert feinste Mischungen. Die „Miscela Classica“ ist eine typische Barmischung bestehend aus 50% Arabica-Bohnen: India Plantation A – Etiopia Sidamo und 50% Robusta-Bohnen: Santos NY 2

Unter Berücksichtigung des sehr feinen Mahlgrades an der Mazzer Mühle und den sommerlichen Temperaturen neigt das frisch gemahlene Kaffeepulver zur Bildung von Klümpchen. Das hatte allerdings keinen Einfluss auf die Qualität in der Tasse.

Insgesamt ein hervorragender Espresso, mit einer verdammt guten Crema mit leichten Tiger-Stripes und einer haselnussbraunen Färbung. So sollte ein italienische Barmischung schmecken – mein Favorit für den Sommer !

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Kaffee und Kunst zieht an

Man glaubt es kaum, aber Kaffee kann sogar anziehend, ein künstlerisches Objekt und durchaus alltagstauglich sein. Was sich aus der Kombination von Kaffee und Kunst ergibt, schafft im Auge des Betrachters völlig neue Perspektiven und nicht einfach nur Kaffee. Bei einem Besuch im Atelier von traditionsWerk in Fürth haben wir uns dann genauer umgesehen.

Dort lagern neben vielen hochwertigen Stoffen auch unzählige gebrauchte Kaffeesäcke aus aller Welt, fein säuberlich sortiert nach Motiven und warten darauf, einem neuen Verwendungszweck zugeführt zu werden. Das Ganze nennt sich dann „Upcycling“ und dabei entstehen – neben Taschen und Sitzhockern – unter anderem auch sehr anziehende Kunstobjekte wie diese Jacke:

Neben der Verwendung eines Kaffeesacks aus Brasilien wurden zusätzlich Teile von englischsprachigen Tageszeitungen verwendet, die eigene, mit Bleistift skizzierte Motive enthalten. So wird das Kunstobjekt „Jacke“ selbst zum Träger für weitere Kunst, die in Form dieser skizzierten Zeitungsschnipsel in ihr steckt.

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Mmmh … Drago Mocambo Caffè

Die Kaffeerösterei Mocambo wurde 1984 von Giuseppe Drago gegründet und gehört heute zur internationalen Gilde der Kaffeeproduzenten. Begonnen hat das alles recht einfach – vor allem auch mit Unterstützung von seiner Familie – in Radevormwald im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen. Dort wurden 1984 die ersten Kaffeebohnen in sehr beengten Verhältnissen auf 20 Quadratmetern geröstet. Mit der Zeit wuchs die Zahl der Kunden und auch die Kaffeerösterei Mocambo als Familienunternehmen in der mittlerweile dritten Generation. Im Jahr 2015 wurde dann der Standort in Radevormwald umfangreich erweitert: Neben der Rösterei wurde ein Kundencenter mit Café, einem Schulungs- und Präsentationsbereich und Verkaufsflächen eingerichtet.

Der Familienname Drago heißt übersetzt „Drache“ und findet sich als grünes Logo auch auf den Tüten eines jeden Mocambo-Kaffees.

Mocambo liefert mit dem „Brasilia“ eine typische Barmischung (60% Arabica-Bohnen und 40% Robusta-Bohnen), die ich bedenkenlos als guten Einstieg in die Welt des Kaffees empfehlen kann. Ein Blick in die geöffnete Packung offenbart ein sehr schönes und vor allem gleichmäßiges Bohnenbild. Wenn jetzt noch der Mahlgrad meiner Mazzer-Mühle entsprechend passt und damit die Aromen herauskitzelt, dann steht einem guten Espresso wohl nichts mehr entgegen.

Die Kaffeeverkostung: In der Tasse entwickelt der Klassiker von Drago Mocambo Caffè dann auch seine wahren Qualitäten. Das resultiert in einem kräftigen, aber nicht zu intensiven Aroma, einer leichten Säure und einem vollmundigen Geschmack mit leichten Karamellnoten. Dazu kommt eine kompakte, relativ dichte und feste Crema, die mich überzeugt hat.

Mein Fazit: Mit gefällt der Spagat zwischen italienischer Tradition und der deutschen Vorliebe für nicht ganz so stark gerösteten Kaffee, wie er im Süden Italiens angeboten wird.

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Gusto italiano von Schreyögg

Für richtig guten italienischen Kaffee steht in Südtirol der Name Schreyögg. Angefangen hat es im Jahr 1890 zunächst mit einem kleinen, aber feinen Delikatessengeschäft in Meran / Südtirol. Neben den Kolonialwaren waren auch schon damals die verschiedensten Kaffeespezialitäten aus aller Welt im Angebot. Ab 1905 wurde sogar eine eigene Röstanlage in Betrieb genommen und der Kundenkreis vergrößerte sich nicht nur damit stetig. Ab 1970 begann dann die vollständige Spezialisierung auf Kaffee, es wurde umfangreich expandiert und schließlich fand man im Jahr 2001 den heutigen Standort in der Gemeinde Partschins, ca. 8 km westlich von Meran.

Die Vielfalt an Espresso-Varianten findet der geneigte Kaffeeliebhaber im S-Caffe-Onlineshop von Schreyögg: Gleich zehn verschiedene Espresso-Produkte werden dort angeboten. Da fällt die Auswahl extrem schwer … und trotzdem gibt es mindestens eine weitere Variation, die ich vor kurzem im gut sortierten Einzelhandel entdeckt habe: „Gusto italiano“ – ebenfalls aus der Rösterei Schreyögg, in Deutschland jedoch exklusiv vertrieben von Feinkost Dittmann.

Wenn du wissen möchtest, ob der „Gusto italiano“ von Schreyögg wirklich ein Volltreffer ist, lies einfach in meinem Blogartikel weiter.

Das Mahlgut im Siebträgereinsatz sieht auf dem Bild etwas grob aus, wurde jedoch von einer Mazzer-Mühle relativ fein gemahlen, um auch wirklich viel aus den Kaffeebohnen herauszuholen.

Die relativ dünne Crema in der Tasse schaut trotzdem noch sehr vielversprechend aus: Mit ein wenig Fantasie kannst du sogar auch einen Baum in der Crema-Schicht erkennen, oder nicht ?

Aufgrund der Tatsache, dass ich für den Blog bereits zwei Espresso-Mischungen von Schreyögg verkostet habe – und die waren wirklich gut – lagen meine Erwartungen für den „Gusto italiano“ natürlich dementsprechend hoch und … wurden leider nicht erfüllt. Das Ergebnis in der Tasse war eine minder gute Barmischung und geschmacklich überhaupt nicht vergleichbar mit der – empfehlenswerten – blauen Classic-Mischung von Schreyögg.