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So einfach: Handgefilterter Kaffee

Per Hand aufgebrühter Filterkaffee ist schon seit ein paar Jahren nicht nur in der Kaffeeszene sehr angesagt. Damit der Filterkaffee aber auch wirklich gut gelingt, kommt hier nun die ultimative Kurzanleitung.

Doch vorab erklären wir einmal kurz was alles für einen handgefilterten Kaffee benötigt wird:

1. natürlich Kaffee – für diesen Beitrag habe ich mich für eine nicht ganz so fein gemahlene Kaffeemischung aus 90% Arabica und 10% Robusta von einem italienischen Röster entschieden, die – ursprünglich und fein gemahlen – als Espresso verkauft wird. Den Mahlgrad habe ich ein wenig angepasst, damit das Kaffeepulver etwas stärker in der Körnung aus der Mühle kommt.

2. Filterpapier – egal welcher Hersteller, aber passen sollte es für den Kaffeefilter.

3. Wasser – frisch und einmal richtig erhitzt zum Brühen.

4. Kaffeefilter – ich verwende hier einen Porzellanfilter von Melitta, denn Porzellan hält die Wärme wesentlich länger und somit besser als Plastik.

Und nun geht es in die Vorbereitung: Entlang des Falzes vom Filterpapiers (wo es zusammengepresst ist) einmal umknicken, damit es mehr Stabilität im Kaffeefilter bekommt. Dann wird das Filterpapier in den Filter gelegt.

Wichtig: Das Filterpapier mit heißem Wasser komplett anfeuchten. Danach nochmal heiß spülen. Damit ist sichergestellt, dass sowohl der Kaffeefilter als auch die Kaffeekanne vorgewärmt sind und der Kaffee beim Extraktionsvorgang nicht zu sehr abkühlt. Auch ein möglicher Papiergeschmack des Kaffeefilters wird dadurch umgangen.

Jetzt aber schnell die Kaffeebohnen mahlen. Auf 200ml Wasser kommen 12 g Kaffeepulver. Wer keine Waage zur Hand hat, der kann auch einen mit Kaffeepulver gehäuften Esslöffel verwenden. Der Brühvorgang soll nicht länger als zwei Minuten dauern.

Heißes Wasser wird nun langsam in einer kreisförmigen Bewegung in den mit Kaffeepulver gefüllten Kaffeefilter geschüttet.

Solang heißes Wasser eingießen bis die gewünschte Menge erreicht ist…

Fertig !

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Typisch Anfänger ?

Was nützt dir hervorragendes Equipement, wenn du die Basics nicht beherrscht ? Gerade für die Epsressozzubereitung gilt es einige Dinge zu beachten. Hier kommen die fünf wichtigsten Hinweise dazu:

1. Kaffee kommt nicht in den Kühlschrank !

Gemahlener Kaffee ist ein Magnet, wenn es darum geht fremde Gerüche anzuziehen. Also bitte nur nicht in den Kühlschrank damit.

2. Kaffee vorab mahlen !

Früher war es üblich sich den Kaffee beim Kauf gleich entsprechend im Geschäft mahlen zu lassen. In vielen Espressobars gibt es Mühlen, bei denen die Kaffeebohnen auch für mehrere Espressi vorgemahlen werden. Für den Heimgebrauch solltest du immer frisch und protionsgerecht mahlen, denn das Kaffeepulver enthält Aromen, die sich in gemahlenem Zustand sehr schnell verflüchtigen.

3. Passend zum Verwendungszweck mahlen !

Jeder Kaffeesorte hat aufgrund der individuellen Röstung ihren eigenen Mahlgrad. Temperatur und Aufbewahrungsart haben ebenfalls Einfluss auf den Mahlgrad. Für die Verwendung im Siebträger sollte das Kaffeepulver eine weiche Konsistenz haben – von der Haptik her so zwischen feinem Sand und grobem Mehl.

Falls der Ergebnis in der Tasse zu bitter schmeckt, solltest du die Extraktionszeit reduzieren. Das geschieht dann, indem du den Mahlgrad etwas gröber einstellst. Ist das Kaffeepulver zu grob, dann fliesst der Espresso zu schnell in die Tasse und schmeckt wässrig. Der Grund dafür liegt darin, dass das Kaffeepulver nur kurz mit dem Wasser in Berühung kommt und kaum Inhaltsstoffe gelöst werden und in der Tasse landen.

4. Gutes Wasser ist die halbe Miete !

Die Hauptbestandteile des Kaffees sind Kaffeepulver und viel Wasser. Somit ist es klar, dass gutes Wasser einen entscheidenden Einfluss auf die Kaffeequalität hat. Ist das Wasser sehr kalkhaltig spricht man von hartem Wasser. Dadurch landen beim Extraktionsprozess unabängig vom Mahlgrad auch weniger Kaffeearomen in der Tasse. Bei weichem Wasser – optimal wäre ein Härtegrad von 7 dH – schmeckst du das auch in der Tasse. Eventuell kannst Du über einen Wasserfilter die Qualität deines Wassers erhöhen oder alternativ auf Quellwasser aus der Flasche umsteigen.

5. Die Hitze macht’s !

Die meisten Siebträgermaschinen sind werkseitig auf eine Wassertemperatur zwischen 93 und 96 Grad Celcius eingestellt. Das wäre das Optimum, allerdings gibt es da viele Toleranzen und die ideale Temperatur sollte ja direkt im Siebträger ankommen. Ist das Wasser zu heiss, werden Bitterstoffe aus dem Kaffeepuck herausgelöst. Ist das Wasser zu kalt, dann können auch weniger Aromen aus dem Kaffeemehl im Siebträger freigesetzt werden.

Wenn du die Hinweise umsetzt, dann steht einem guten Espresso in der Tasse nichts mehr im Weg. Und damit wünsche ich dir viel Erfolg bei der Kaffeezubereitung.