post

Vom Intermezzo zum Fiasko ?

Segafredo hat verschiedene gemahlene Kaffees im Verkaufsprogramm. Um auch die Bialetti Mini Express Duo mal wieder zu nutzen, gab es deshalb bei mir den „Segafredo Intermezzo“ als Probenkaffee zur Verkostung.

In der Produktbeschreibung wird der „Intermezzo“ als „Zwölfzylinder“ unter den italienischen Espressi bezeichnet: kompromisslos kräftig, voll im Aroma, rassig im Geschmack mit einer feinen, samtigen Crema. Kurz auf den Punkt gebracht: italienisches Temperament in Reinkultur.

Soweit zur Theorie. In der Praxis und als Kaffee aus der Bialetti-Kanne war das geschmackliche Ergebnis dann aber doch ein anderes: Kräftig war er ja, aber irgendwie ohne Charakter. Und damit fehlte die aromatische Komponente. Mein Fazit: Ich kann diesen Kaffee von Segafredo in der Variante aus der Mokkakanne (Bialetti Mini Express Duo) durchaus als guten Partner für aromaintensive Torten / Kuchen empfehlen.

Aber anstelle nur Vermutungen anzustellen, wollte ich es auch verifizieren. Also kam der „Intermezzo“ auch noch in den Siebträger. Ich war sehr gespannt auf das Ergebnis des rassigen Italieners – so jedenfalls wird er ja von Segafredo blumig umschrieben. Mit 250 Gramm gemahlenem Kaffee habe ich meine eigenen Erfahrungen dazu gemacht:

Leider schaut die Realität dann doch ganz anders aus. Kompromisslos kräftig – weitaus kräftiger als in der Mokkakanne – ist er tatsächlich, aber die samtige Crema und das volle Aroma habe ich nicht entdecken können. Mein Fazit: Als gemahlenen Kaffee für die Siebträgermaschine kann ich den Segafredo Intermezzo absolut nicht empfehlen.

Zur Ehrenrettung muss ich allerdings auch sagen, dass es bisher noch kein vorab gemahlener Kaffee geschafft hat ein einigermaßen gutes Ergebnis in der Tasse zu erreichen. Interessant wäre daher mal ein Test mit ganzen Bohnen, da ja dann über die Mahlgrad-Einstellung der Kaffeebezug besser ausgesteuert werden kann.

post

Segafredo: Espresso Casa

Vor kurzem habe ich ihn zufällig beim Einkaufen entdeckt und dann gleich nach Hause mitgenommen zum Testen: Espresso Casa gemahlen in der 250g-Packung von Segafredo.

Die für meine Begriffe sehr schön gestaltete Verpackung lässt auf einen guten Espresso für zu Hause hoffen: Auf das Ergebnis in der Kaffeetasse war ich dann doch sehr gespannt.

Bevor ich dann weiter über den Kaffee schreibe, vorab noch eine kurze Info zum Hersteller:

Segafredo Zanetti“ ist ein international tätiges Einzelhandelsunternehmen mit italienischem Stammsitz. Gegründet wurde die Firma von Massimo Zanetti im Jahr 1973 – nach dem Kauf der ehemals staatlichen Kaffeerösterei „Segafredo“ – als „Segafredo Zanetti S.p.A.„. Die komplette Kaffeeproduktion vom Anbau bis zur Abfertigung wird eigenständig organisiert, denn Segafredo besitzt zudem eine eigene Plantage in Brasilien, die angeblich auch die größte zusammenhängende Kaffeeplantage der Welt ist. Weiterhin gehören acht Röstereien und die Espressomaschinen-Produktion „La San Marco“ zum Unternehmen.

Laut der Produktbeschreibung ist der Kaffee sowohl für die Siebträgermaschine als auch für die Bialetti geeignet. Ich habe mich für die typisch italienische Variante entschieden und den Kaffee in der Mokkakanne zubereitet.

Oben siehst Du den fertig zubereiteten Espresso Casa: Schwarz wie die Nacht, angenehm aromatisch, leicht und mild, mit einer leicht bitteren Note im Abgang. Für mich geht das teilweise in Richtung einer Bar-Mischung, teilweise erinnert mich der Geschmack aber auch an einen Filterkaffee.

In der Summe würde ich den Espresso Casa durchaus als geeignetes Pulver für die Bialetti empfehlen, wenn Du keinen starken Kaffee trinken möchtest. Mir ist das geschmackliche Erlebnis jedoch zu eindimensional und aufgrund der fehlenden prägnanten Note einfach auch zu unspektakulär. Mein Fazit: Es gibt weitaus bessere Alternativen für die Mokkakanne.

Aufgrund der Erfahrungen in der Bialetti habe ich auf einen Espresso aus der Siebträgermaschine verzichtet, zumal ich auch nur 250g Kaffeepulver zum Testen hatte.