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Es war einmal: Tchibo Magazin

Vor langer langer Zeit fiel in Hamburg der Startschuss für ein monatlich erscheinendes 34-seitiges Magazin, welches damals allen Kaffee-Sendungen der Kaffeerösterei von Max Herz und seinem Geschäftspartner Carl Tchiling beigelegt wurde. Das Heft im DIN A5-Format enthielt neben Geschichten auch verschiedene feste Rubriken wie Bildergeschichten, Rezepten, Handarbeitsseiten, Haushaltstipps, Preisausschreiben, Tchibo auf Reisen und vielem mehr.

Von 1952 an wurden bis weit in die 70er Jahre unzählige Ausgaben des monatlich erscheinenden Tchibo-Magazins gedruckt. Mit der Mocca-Festtagsmischung und dem Gold-Mocca begann auch die Erfolgsgeschichte von Tchibo, die mittlerweile schon seit fast 70 Jahre besteht.

Bei den Recherchen über die Tchibo-Magazine habe ich auch die Herkunft des Firmennamens herausgefunden: „Tchibo“ selbst ist eine Wortschöpfung der Gründer und setzt sich aus dem Namen „Tchiling“ und „Bohne“ zusammen. Weshalb Max Herz sich nicht selbst auch im Firmennamen verewigt hat, konnte ich nicht herausfinden. Vielleicht weisst du mehr darüber ? Dann freue ich mich über einen Kommentar von dir.

Auch bei der Kaffeemischung „Gold-Mocca“ geht Tchibo – für damaligen Verhältnisse – neue Wege: Neun verschiedene Kaffeesorten beinhaltet der Kaffee – üblich waren in den 50er-Jahren maximal drei oder vier Sorten.

Übrigens hat sich Tchibo damals in Sachen Monatsheft ein wenig Inspiration beim knapp 100 km entfernt ansässigen Wettbewerber geholt. Die Bremer Kaffee-Großrösterei Eduscho hatte bereits knapp 20 Jahre vorher ein ähnliches Magazin mit Abbildungen, Sachbeiträgen, Erzählungen, Gedichten und Rezepten für ihre Kunden ins Leben gerufen. Von Mai 1933 bis Ende 1939 wurde diese 24-seitige „Eduscho’s Illustrierte Monatsschrift“ herausgegeben. Insgesamt gab es jedoch nur knapp 80 Hefte, da der Beginn des 2. Weltkrieges auch das Ende der Magazinreihe bedeutete.

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Pepes Caffe

Pepes Caffe stammt aus der Kaffeerösterei Minges in Breitgüßbach in der Nähe von Bamberg. Der Kaffee ist auf der 1 kg-Packung als Premium-Produkt klassifiziert. Die Kaffeemischung – was genau darin ist, konnte ich leider nicht herausfinden – verspricht einen würzig intensiven Geschmack.

Ein Espresso, der sich als kräftig kategorisiert und es auch ist. Frisch gemahlen kamen die Kaffeebohnen aus der Mazzer Mühle in den Siebträger. Die Extraktion: langsam und gleichmässig. Die Crema: nicht so dicht und fest, aber schon eine Crema, die sich nach Hinzufügen von Rohrohrzucker wieder schliesst. Leichte Stripes zeugen von einem gut extrahierten Espresso.

Fazit: Für den Preis kann man nichts falsch machen …

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Mmmh … Drago Mocambo Caffè

Die Kaffeerösterei Mocambo wurde 1984 von Giuseppe Drago gegründet und gehört heute zur internationalen Gilde der Kaffeeproduzenten. Begonnen hat das alles recht einfach – vor allem auch mit Unterstützung von seiner Familie – in Radevormwald im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen. Dort wurden 1984 die ersten Kaffeebohnen in sehr beengten Verhältnissen auf 20 Quadratmetern geröstet. Mit der Zeit wuchs die Zahl der Kunden und auch die Kaffeerösterei Mocambo als Familienunternehmen in der mittlerweile dritten Generation. Im Jahr 2015 wurde dann der Standort in Radevormwald umfangreich erweitert: Neben der Rösterei wurde ein Kundencenter mit Café, einem Schulungs- und Präsentationsbereich und Verkaufsflächen eingerichtet.

Der Familienname Drago heißt übersetzt „Drache“ und findet sich als grünes Logo auch auf den Tüten eines jeden Mocambo-Kaffees.

Mocambo liefert mit dem „Brasilia“ eine typische Barmischung (60% Arabica-Bohnen und 40% Robusta-Bohnen), die ich bedenkenlos als guten Einstieg in die Welt des Kaffees empfehlen kann. Ein Blick in die geöffnete Packung offenbart ein sehr schönes und vor allem gleichmäßiges Bohnenbild. Wenn jetzt noch der Mahlgrad meiner Mazzer-Mühle entsprechend passt und damit die Aromen herauskitzelt, dann steht einem guten Espresso wohl nichts mehr entgegen.

Die Kaffeeverkostung: In der Tasse entwickelt der Klassiker von Drago Mocambo Caffè dann auch seine wahren Qualitäten. Das resultiert in einem kräftigen, aber nicht zu intensiven Aroma, einer leichten Säure und einem vollmundigen Geschmack mit leichten Karamellnoten. Dazu kommt eine kompakte, relativ dichte und feste Crema, die mich überzeugt hat.

Mein Fazit: Mit gefällt der Spagat zwischen italienischer Tradition und der deutschen Vorliebe für nicht ganz so stark gerösteten Kaffee, wie er im Süden Italiens angeboten wird.

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Salimbene Caffettiera Espresso

Direkt aus dem schönen Neapel stammt diese Kaffeemischung aus Arabica-Bohnen. Daraus wurde dann in der Siebträgermaschine ein Espresso mit einem vollen Körper und einer strukturierten Crema zubereitet. Geschmacklich fiel mir beim Espressobezug vor allem das nussige Aroma auf.

Salimbenes Topröstung Caffettiera verdankt ihren Namen der klassischen neapolitanischen Kaffeekanne, der Caffettiera Napolitana. Wer mit diesem Begriff nichts anfangen kann: Es gibt unzählige Varianten, unter anderem die bekannteste von Bialetti: Moka Express. Eben mit so einer Maschine wurden im Hause Salimbene früher die Proben verkostet und das wurde dann auch als Name für diesen hochwertigen Espressokaffee verwendet.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1933 von Gennaro Salimbene in erster Linie für den Kaffee-Import gegründet. Erst am Ende der 1940er-Jahre startete Salimbene auch mit der Kaffeeröstung und dem Verkauf der eigenen Kaffeemischungen.

Mittlerweile wird Salimbene vom Enkel des Firmengründers geleitet. Carlo Grenci gründete 2001 die Firma ESPRESSO.IT srl, die dann im Jahr 2003 sämtliche Produktionsanlagen der Familie übernahm, um so die Kontinuität der Produktion als auch die Qualität der Marke Salimbene zu gewährleisten.

Laut der Packungsbeschreibung kommen die Rohkaffees für diese Röstung aus Brasilien, Honduras, Indonesien und Uganda. Dabei unterstützt das kräftige Aroma der Arabicas aus Honduras die milde Fülle der Kaffeebohnen aus Brasilien. Hinzu kommen Fruchtnoten und eine beschwingte Leichtigkeit durch die Kaffees aus Uganda. Die unglaubliche Raffinesse der Rezeptur entsteht aber erst durch die fein dosierte Zugabe von indonesischem Kaffee. Das gibt dem Salimbene Caffettiera das gewisse würzige Etwas.

Das Ergebnis ist jedenfalls eine äußerst gelungene Balance zwischen Frucht, Süße, Körper und Cremigkeit und lädt immer wieder zu einer weiteren Tasse ein. Der geringe Koffeingehalt von etwa ca. 2 % und die ausgesprochen gute Bekömmlichkeit kommen einem da sehr gelegen …