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Typisch Anfänger ?

Was nützt dir hervorragendes Equipement, wenn du die Basics nicht beherrscht ? Gerade für die Epsressozzubereitung gilt es einige Dinge zu beachten. Hier kommen die fünf wichtigsten Hinweise dazu:

1. Kaffee kommt nicht in den Kühlschrank !

Gemahlener Kaffee ist ein Magnet, wenn es darum geht fremde Gerüche anzuziehen. Also bitte nur nicht in den Kühlschrank damit.

2. Kaffee vorab mahlen !

Früher war es üblich sich den Kaffee beim Kauf gleich entsprechend im Geschäft mahlen zu lassen. In vielen Espressobars gibt es Mühlen, bei denen die Kaffeebohnen auch für mehrere Espressi vorgemahlen werden. Für den Heimgebrauch solltest du immer frisch und protionsgerecht mahlen, denn das Kaffeepulver enthält Aromen, die sich in gemahlenem Zustand sehr schnell verflüchtigen.

3. Passend zum Verwendungszweck mahlen !

Jeder Kaffeesorte hat aufgrund der individuellen Röstung ihren eigenen Mahlgrad. Temperatur und Aufbewahrungsart haben ebenfalls Einfluss auf den Mahlgrad. Für die Verwendung im Siebträger sollte das Kaffeepulver eine weiche Konsistenz haben – von der Haptik her so zwischen feinem Sand und grobem Mehl.

Falls der Ergebnis in der Tasse zu bitter schmeckt, solltest du die Extraktionszeit reduzieren. Das geschieht dann, indem du den Mahlgrad etwas gröber einstellst. Ist das Kaffeepulver zu grob, dann fliesst der Espresso zu schnell in die Tasse und schmeckt wässrig. Der Grund dafür liegt darin, dass das Kaffeepulver nur kurz mit dem Wasser in Berühung kommt und kaum Inhaltsstoffe gelöst werden und in der Tasse landen.

4. Gutes Wasser ist die halbe Miete !

Die Hauptbestandteile des Kaffees sind Kaffeepulver und viel Wasser. Somit ist es klar, dass gutes Wasser einen entscheidenden Einfluss auf die Kaffeequalität hat. Ist das Wasser sehr kalkhaltig spricht man von hartem Wasser. Dadurch landen beim Extraktionsprozess unabängig vom Mahlgrad auch weniger Kaffeearomen in der Tasse. Bei weichem Wasser – optimal wäre ein Härtegrad von 7 dH – schmeckst du das auch in der Tasse. Eventuell kannst Du über einen Wasserfilter die Qualität deines Wassers erhöhen oder alternativ auf Quellwasser aus der Flasche umsteigen.

5. Die Hitze macht’s !

Die meisten Siebträgermaschinen sind werkseitig auf eine Wassertemperatur zwischen 93 und 96 Grad Celcius eingestellt. Das wäre das Optimum, allerdings gibt es da viele Toleranzen und die ideale Temperatur sollte ja direkt im Siebträger ankommen. Ist das Wasser zu heiss, werden Bitterstoffe aus dem Kaffeepuck herausgelöst. Ist das Wasser zu kalt, dann können auch weniger Aromen aus dem Kaffeemehl im Siebträger freigesetzt werden.

Wenn du die Hinweise umsetzt, dann steht einem guten Espresso in der Tasse nichts mehr im Weg. Und damit wünsche ich dir viel Erfolg bei der Kaffeezubereitung.

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Es war einmal: Tchibo Magazin

Vor langer langer Zeit fiel in Hamburg der Startschuss für ein monatlich erscheinendes 34-seitiges Magazin, welches damals allen Kaffee-Sendungen der Kaffeerösterei von Max Herz und seinem Geschäftspartner Carl Tchiling beigelegt wurde. Das Heft im DIN A5-Format enthielt neben Geschichten auch verschiedene feste Rubriken wie Bildergeschichten, Rezepten, Handarbeitsseiten, Haushaltstipps, Preisausschreiben, Tchibo auf Reisen und vielem mehr.

Von 1952 an wurden bis weit in die 70er Jahre unzählige Ausgaben des monatlich erscheinenden Tchibo-Magazins gedruckt. Mit der Mocca-Festtagsmischung und dem Gold-Mocca begann auch die Erfolgsgeschichte von Tchibo, die mittlerweile schon seit fast 70 Jahre besteht.

Bei den Recherchen über die Tchibo-Magazine habe ich auch die Herkunft des Firmennamens herausgefunden: „Tchibo“ selbst ist eine Wortschöpfung der Gründer und setzt sich aus dem Namen „Tchiling“ und „Bohne“ zusammen. Weshalb Max Herz sich nicht selbst auch im Firmennamen verewigt hat, konnte ich nicht herausfinden. Vielleicht weisst du mehr darüber ? Dann freue ich mich über einen Kommentar von dir.

Auch bei der Kaffeemischung „Gold-Mocca“ geht Tchibo – für damaligen Verhältnisse – neue Wege: Neun verschiedene Kaffeesorten beinhaltet der Kaffee – üblich waren in den 50er-Jahren maximal drei oder vier Sorten.

Übrigens hat sich Tchibo damals in Sachen Monatsheft ein wenig Inspiration beim knapp 100 km entfernt ansässigen Wettbewerber geholt. Die Bremer Kaffee-Großrösterei Eduscho hatte bereits knapp 20 Jahre vorher ein ähnliches Magazin mit Abbildungen, Sachbeiträgen, Erzählungen, Gedichten und Rezepten für ihre Kunden ins Leben gerufen. Von Mai 1933 bis Ende 1939 wurde diese 24-seitige „Eduscho’s Illustrierte Monatsschrift“ herausgegeben. Insgesamt gab es jedoch nur knapp 80 Hefte, da der Beginn des 2. Weltkrieges auch das Ende der Magazinreihe bedeutete.

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Pepes Caffe

Pepes Caffe stammt aus der Kaffeerösterei Minges in Breitgüßbach in der Nähe von Bamberg. Der Kaffee ist auf der 1 kg-Packung als Premium-Produkt klassifiziert. Die Kaffeemischung – was genau darin ist, konnte ich leider nicht herausfinden – verspricht einen würzig intensiven Geschmack.

Ein Espresso, der sich als kräftig kategorisiert und es auch ist. Frisch gemahlen kamen die Kaffeebohnen aus der Mazzer Mühle in den Siebträger. Die Extraktion: langsam und gleichmässig. Die Crema: nicht so dicht und fest, aber schon eine Crema, die sich nach Hinzufügen von Rohrohrzucker wieder schliesst. Leichte Stripes zeugen von einem gut extrahierten Espresso.

Fazit: Für den Preis kann man nichts falsch machen …