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Antiquarisches

Im meinem kleinen Archiv habe ich ein interessantes Buch wiederentdeckt: „Soll und Haben“ von Gustav Freytag, zum ersten Mal erschienen 1855 und angeblich einer der meistgelesenen Romane im 19. Jahrhundert. Ich habe ihn bisher nicht gelesen, interessant war er für mich nur, da er zum 60-jährigen Jubiläum von Ronning Kaffee im Jahre 1954 eine Widmung von Otto Ronning – dem Sohn des Firmengründers – enthielt und als Sonderausgabe wieder aufgelegt wurde.

Carl Ronning hat übrigens nach der Firmengrünung 1894 erstmals abgepackten Kaffee verkauft. Die Kaffeebohnen importierte er anfangs, später bezog er sie von seinen eigenen Kaffeplantagen in Ostafrika.

Mittlerweile ist das schon wieder mehr als 60 Jahre her und die Carl Ronning Kaffeerösterei in Bremen gibt es seit 1966 leider nicht mehr, auch sie wurde – wie VOX-Kaffee – von Melitta übernommen. Weitere historische Fakten rund um Kaffee findest du natürlich auch hier: Einfach nur Kaffee

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Kaffeekekse

Der passende Keks zu einer einfachen Tasse Kaffee als minimalistische Variante von Kaffee und Kuchen. Dieses Ensemble ist bei mir gewissermaßen tägliche Routine und zugleich auch Ritual am Nachmittag.

Der Dinkel-Doppelkeks mit Schokoladenfüllung auf dem Photo stammt aus dem Gebäck-Sortiment von Alnatura und hat mich auch geschmacklich überzeugt. Der darin enthaltene Rohrohrzucker ist im Keks auch viel besser aufgehoben als im Kaffee. Wie sind denn deine Erfahrungen mit den kleinen Beilagen zur Kaffee ?

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Es war einmal: VOX-Kaffee

Es gab einmal eine Zeit, in der täglich plombierte Eisenbahnwaggons vom Hamburger Seehafen auf den Eisenbahnanschluss des VOX-Kaffee-Werkes in Münster rollten. Zwischen drei- und vierhundert Kaffeesäcke befanden sich damals in jeweils einem der Waggons. Diese Säcke wurden dann im Lagerraum reihenweise gestapelt. So fanden bis zu 20.000 Kaffeesäcke Platz in dem damaligen Zolleigenlager in Münster.

Seit 1923 drehte sich bei Groneweg & Meintrup alles um Kaffee, Kaffeeersatz und Tee in Münster. Trotz innovativen Ideen wie dem ersten Kaffee-Frischdienst mit Spezialfahrzeugen, Deutschlands erstem hochvakuumverpackten Kaffee oder den bei Tiefkühltemperaturen „tropa-gemahlenen“ Kaffee aus Europas größter Kaffeemühle musste die Firma „VOX-Kaffee“ 1971 an die Melitta-Gruppe verkauft werden.

Warum eigentlich konnte es dazu kommen ? Die Gründe dafür waren einerseits die drastisch gestiegenen Rohkaffeepreise, die so nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten. Auch hatte es VOX-Kaffee bis dahin nicht geschafft sich deutschlandweit zu etablieren. Zudem gab es bis 1973 in Deutschland auch für Kaffee eine Preisbindung. Die kleinen Kaffeeröstereien wie Ronning Kaffee und VOX-Kaffee mussten somit ihre Preispolitik an die Branchenführer Tchibo, ONKO und Kaffee HAG anpassen, die wesentlich günstigere Konditionen mit Discountern und Verbrauchermärkten im Lebensmitteleinzelhandel aushandeln konnten. Am Ende dieser Berg-und Talfahrt blieben auf beiden Seiten die kleinen Familienunternehmen auf der Strecke.

Einfach nur Kaffee - Moodboard VOX-Kaffee Münster

Und was ist davon übrig geblieben ? Relikte aus einer Zeit, in der für 500 Gramm Bohnenkaffee im Jahr 1950 ungefähr 26 Stunden Arbeit nötig waren. Gut 60 Jahre später sind es nur noch 20 Minuten für ein Pfund Kaffee.

Wenn du mehr über die Zusammensetzung des Kaffepreises wissen möchtest, dann schauch doch mal in das ebook „Einfach nur Kaffee“ von Thomas Born. Das gibt es bei „amazon.de“ und auch bei „Google Play“ zu kaufen.

Einfach nur Kaffee VOX-Kaffee Sammlung

Einfach nur Kaffee VOX-Kaffee LKW

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Historische Dokumentationen

Seit ich mich mit Kaffee beschäftige, haben sich mehr und mehr Bücher zum Thema angesammelt. Manche davon habe ich bis heute nicht gelesen, andere nur teilweise und einige dieser Bücher wurden zu meinen persönlichen Lieblingen. Darunter gehören auch zwei sehr umfangreiche Werke, an denen Enrico Maltoni mitgearbeitet hat und die als Teil der Collezione Enrico Maltoni veröffentlicht wurden:

In „Coffeemakers“ finden sich auf weit über 750 Seiten nahezu 2700 Bilder mit mehr als 2000 Beschreibungen der wohl größten Sammlung verschiedenster Kaffeemaschinen aus vier Jahrhunderten.

Und das zweite Buch „FAEMA“ handelt in Wort und Bild über die italienische Manufaktur FAEMA und beinhaltet ein chronologisches Verzeichnis aller jemals produzierten Maschinen von 1945 bis 2010.

Die oben abgebildete Schönheit, eine FAEMA Veloxthermo ist neben der zweigruppigen FAEMA E-61 – dem Klassiker par excellence – meine absolute Favoritin. Und welche FAEMA-Maschine gefällt Dir ?